Ihr hundertjähriges Jubiläum feiert die KPCh in einem angespannten internationalen Umfeld. Die weltweiten Folgen der Corona-Pandemie, aber auch die wachsenden geopolitischen Rivalitäten haben der Parteiführung Anlass zu einer offensiven Neupositionierung gegeben. Die Signale, die die Partei nach innen und außen aussendet, sind dabei nicht immer deckungsgleich, berichtet Prof. Dr. Heike Holbig vom Hamburger German Institute for Global and Area Studies (GIGA).

Als Mitglieder der G7 sind Deutschland, Frankreich, Italien und die EU gemeinsam gefordert, sich angesichts der wachsenden Rivalität mit China klug zu verhalten. Das langjährige Bemühen der EU um eine differenzierte Strategie gegenüber China ruft bei der KPCh, die sich auf nationalen Stolz beruft und Respekt einfordert, zunehmend pauschal abweisende Antworten hervor. Um zu vermeiden, dass die Volksrepublik sich in ihrer selbstgewählten Einsamkeit in der ihr zugeschriebenen Rolle des Rivalen versteift, müsste die Einbahnstraße wechselseitiger Sanktionen verlassen werden. Stattdessen könnte die EU das verbleibende Bekenntnis Chinas zum Multilateralismus für eine auch normativ offene Kommunikation nutzen, rät Holbig.

Quelle: https://www.giga-hamburg.de/de/publikationen/25196596-hundert-jahre-einsamkeit-kp-chinas-probt-ihren-globalen-f%c3%bchrungsanspruch/

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