Wie Denken die Deutschen über China und die Welt

Veranstaltung der Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Verständigung e.V. (GDCV) in Kooperation mit der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft e.V. (ChDG) und dem Deutsch- chinesischen Wirtschafts- und Kulturzentrum 

Am Freitag, den 19. Januar 2024 fanden sich rund 80 Personen im Obergeschoss im Saal Shanghai des Yu Garden zusammen. Sie alle waren neugierig darauf, zu erfahren „Wie denken die Deutschen über China und die Welt?“. Unter diesem Titel präsenUerte Jonathan Lehrer die aktuellen Umfrageergebnisse des The Berlin Pulse, der jährlichen außenpolitischen Publikation und Meinungsumfrage der Körber-Stiftung, als dessen Programm-Manager er täUg ist. Die aktuelle Studie erschien Ende November 2023 und erhebt ein repräsentatives SUmmungsbild der deutschen Bevölkerung zu ausgewählten Themen deutscher Außenpolitik. 

Die Umfragen bestäUgten die weithin existierenden Vermutungen: Der wachsende Einfluss Chinas wird von immer mehr Deutschen negaUv bewertet. Selbst wirtscha]liche Einbußen und den Verlust von Arbeitsplätzen würden 6 von 10 Deutschen für mehr wirtscha]liche Unabhängigkeit von China in Kauf nehmen. Die Skepsis gegenüber Beijing wächst und neben Russland wird China als militärische Bedrohung für Deutschland wahrgenommen. Obwohl insbesondere die Altersgruppe zwischen 18 und 34 Chinas Einfluss in der Welt als kritisch betrachtet, ist es die jüngere Generation, die in China weniger einen Rivalen als einen Wefbewerber sieht im Vergleich zum Durchschnitt. Ebenso wenig überraschend sieht ein Großteil der Deutschen derzeit die USA als wichtigsten Partner. 

Im Anschluss diskutierten Dr. Peter Kreutzberger (Präsident der Allianz Deutscher China- Gesellscha]en, ADCG), Stefan Matz (stellvertretender Präsident der ChDG) und Jonathan Lehrer auf Basis der Umfrageergebnisse, inwiefern Politik, Medien und die Öffentlichkeit im sogenannten Westen auf Augenhöhe und konstruktiv auf Chinas Wandel reagieren. Einigkeit bestand vor allen Dingen in der Notwendigkeit der Entwicklung von zukünftigen Strategien und weiteren Dialogformaten, die sich der Verständigung zwischen China und Deutschland widmen. Der Dreiklang aus Impulsvortrag, Podiumsdiskussion mit klaren Statements und einem lebhaften Austausch mit dem Publikum erzeugte viel positive Resonanz. Partner und Publikum zeigten sich zufrieden mit dem gelungenen Abend. 

Lebhafte Diskussionen mit alten und neuen Bekannten wurden beim anschließenden Netzwerken bei Brezeln und Wein fortgeführt. 

(Maria Sobotka, stellvertretende Vorstandsvorsitzende GDCV. Fotos: GDCV)

GDCV, Veranstaltung, Körber Stiftung