China-Woche in Barmstedt

China-Wochen in Barmstedt eröffnet – Kunst als Brücke zwischen Kulturen

Mit einem farbenfrohen Löwentanz, traditioneller Musik und beeindruckender Bildhauerkunst wurden Ende Juni die China-Wochen in Barmstedt feierlich eröffnet. Die Gesellschaft für Deutsch-Chinesische Verständigung (GDCV)war bei der Vernissage vor Ort und erlebte einen Nachmittag, der eindrucksvoll zeigte, wie Kultur Menschen verbindet.

In diesem Jahr stehen die 21. Barmstedter Länderwochen ganz im Zeichen Chinas. Gleichzeitig wird das 40-jährige Bestehen der Partnerschaft zwischen Schleswig-Holstein und der Provinz Zhejiang gefeiert – ein passender Rahmen für eine Veranstaltungsreihe, die seit vielen Jahren den internationalen Austausch fördert. 

Bereits der Auftakt machte deutlich, dass es dabei um weit mehr geht als eine Kunstausstellung. Die Kinder des Deutsch-Chinesischen Gymnasiums aus Hamburg eröffneten die Veranstaltung mit einem traditionellen Löwentanz. Es folgten Auftritte der Tanzgruppe Caiwei, des Musikensembles „Tanz der Yao“ sowie des Hamburger Chors „Wohlklang“, der das Publikum mit drei chinesischen Liedern begeisterte. Zwischen Musik, Tanz und Gesang war vom ersten Moment an die Lebensfreude spürbar, mit der sich China den zahlreichen Gästen präsentierte.

Ein besonderer Höhepunkt der Ausstellung „Dialogue Across Borders“ ist der Dialog zwischen einem deutschen und vier chinesischen Bildhauern. Professor Jörg Plickat, der viele Jahre an renommierten chinesischen Kunstakademien lehrte, zeigt seine Arbeiten gemeinsam mit den chinesischen Künstlern Leung Hongman, Li Jianguo, Shen Jianguo und Zhu Lin. Zwei der Künstler – aus Suzhou und Hongkong – waren persönlich zur Eröffnung nach Barmstedt gereist und standen den Besucherinnen und Besuchern für Gespräche über ihre Werke zur Verfügung. Die Ausstellung macht eindrucksvoll sichtbar, wie Kunst kulturelle Grenzen überwinden und Menschen miteinander ins Gespräch bringen kann. 

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Bürgermeister Florian RodenbergKreispräsident Helmuth Ahrens sowie Lin Dong, dem Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg. In seiner Ansprache betonte Bürgermeister Rodenberg die Rolle der Kunst als Brückenbauer zwischen Kulturen. Gerade in einer zunehmend vernetzten Welt seien gegenseitiges Verständnis und persönlicher Austausch wichtiger denn je – Werte, die während der Länderwochen auf vielfältige Weise erlebbar werden.

Auch der Veranstaltungsort hätte kaum passender sein können. Zwischen den roten Lampions auf der idyllischen Schlossinsel im Rantzauer See entstand eine besondere Atmosphäre, die zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Barmstedt und dem gesamten Norden anzog. Die Vernissage entwickelte sich zu einem lebendigen Fest der Begegnung und zeigte eindrucksvoll, wie kultureller Austausch Menschen zusammenbringt.

Die China-Wochen laufen noch bis zum 18. August und bieten neben der Ausstellung weitere Führungen, Vorträge sowie Veranstaltungen der Stadtbücherei rund um China. Wer sich für chinesische Kunst, Kultur und die deutsch-chinesischen Beziehungen interessiert, sollte einen Ausflug nach Barmstedt unbedingt einplanen.

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