Journalisten Pressereise China - Titel

Journalist:innen erleben die Provinz Henan und gewinnen neue Perspektiven

Wie lässt sich ein Land wirklich begreifen? Welche Bilder sind geprägt – und welche entstehen erst durch eigene Erfahrung? Mit diesen Fragen im Gepäck begaben sich Anfang November 2025 fünf Journalist:innen aus Deutschland auf eine achttägige Journalisten Pressereise China, organisiert und begleitet vom Deutsch-Chinesischen Freundschaftsverein (GDCV) in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Provinz Henan.

Zwischen Metropolen und Geschichte: China wird konkret

Die Reise begann in Shanghai, führte weiter über die Städte Zhengzhou, Xuchang, Kaifeng und Luoyang in der zentralchinesischen Provinz Henan und endete in Peking. Das Programm war ebenso dicht wie vielfältig: Unternehmensbesuche, Gespräche mit Studierenden, Stadtentwicklungsprojekte, wirtschaftspolitische Vorträge, kulturelle Stätten und spontane Begegnungen prägten die Tage.

Die Teilnehmer:innen zeigten sich beeindruckt von der Professionalität der Organisation, der Effizienz des Programms sowie dem offenen Austausch, der an vielen Stellen möglich wurde. Gerade die Spontanität vor Ort – etwa durch kurzfristig ermöglichte Zusatztermine – wurde als Zeichen großer Flexibilität und Wertschätzung wahrgenommen.

Differenziertere Bilder, neue Fragen

In den Gesprächen vor Ort wurde deutlich, wie wichtig eigene Anschauung für journalistische Arbeit ist: Statt fertiger Erzählmuster entstanden differenziertere Eindrücke – ein China, das moderne Dynamik mit historischen Bezügen verbindet und sich journalistisch nicht auf einfache Narrative reduzieren lässt.

Ein Höhepunkt der Reise war der Austausch mit Studierenden an der Tongji-Universität in Shanghai, der neue Perspektiven auf das Denken und Fühlen der jungen Generation ermöglichte. Der Blick auf China wurde hier nicht durch Daten und Fakten, sondern durch persönliche Begegnungen geschärft.

Mediale Nachwirkungen

Dass die Reise weit über einen persönlichen Eindruck hinauswirkte, zeigt die Vielzahl an entstandenen Berichten: Ob Reportagen über das letzte „Mao-Dorf“, Hintergrundartikel über das Wirtschaftswachstum oder Porträts chinesischer Industrieunternehmen – zahlreiche Veröffentlichungen zeugen davon, wie fruchtbar diese Reise für die journalistische Arbeit war.

Fazit: Substanz statt Klischees

Die Journalisten Pressereise China hat gezeigt: China lässt sich nicht allein aus der Ferne verstehen. Die Provinz Henan, oft wenig beachtet im deutschen Diskurs, wurde für die Teilnehmenden zu einem konkreten Erfahrungsraum – mit Widersprüchen, Chancen, Offenheit und Grenzen.

Für den GDCV bleibt diese Reise ein gelungenes Beispiel dafür, wie interkultureller Dialog durch eigene Erfahrungwachsen kann. Wir freuen uns darauf, auch in Zukunft Journalist:innen, Kulturschaffenden und Multiplikator:innen ähnliche Formate zu ermöglichen – für ein differenziertes Bild Chinas und einen respektvollen Austausch auf Augenhöhe.


Weiterführende Infos

Die Pressereise fand auch in der deutschen Medienlandschaft breite Resonanz. In den Wochen nach der Reise erschienen zahlreiche Beiträge, Reportagen und Hintergrundartikel, die sich mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Eindrücken aus China auseinandersetzen.

Dazu zählen unter anderem Veröffentlichungen in der Berliner Zeitung von Alexander Dergay, etwa zu Besuchen beim Bushersteller Yutong, zum sogenannten „Mao-Dorf“ in der Provinz Henan sowie zu geopolitischen und wirtschaftlichen Fragestellungen.

Auch in der österreichischen Tageszeitung Die Presse erschienen mehrere Reportagen von Eder, unter anderem zu Entwicklungen in Henan, zur chinesischen Industrie sowie zu Alltagsphänomenen wie dem erfolgreichen Supermarktmodell Pangdonglei.

Ergänzt wurden diese journalistischen Beiträge durch persönliche Eindrücke und multimediale Formate, etwa ein Facebook-Video der Journalistin Gemma Poerzgen, das eine Woche Pressereise in China dokumentiert.

Ein Teil der genannten Beiträge ist online abrufbar, andere erschienen ausschließlich in Print- oder Abonnement-Formaten. Gemeinsam verdeutlichen sie jedoch die thematische Vielfalt und den nachhaltigen journalistischen Ertrag dieser Journalisten-Pressereise nach China.

Ähnliche Beiträge