GDCV EXCLUSIV. Herzliche Grüße zum Mittherbstfest! …und ein leckeres Rezept zum Mondfest

Mittherbstfest oder Mondfest. Nationaler Feiertag in China, 21. September 2021

Chang’e ist manchen als chinesische Raumsonde bekannt, die Mondstein zur Erde brachte und die Rückseite des Mondes erkundete. Ob da auch nach der gleichnamigen Mondgöttin und dem legendären Jadehasen gesucht wurde?

Die Namensgeberin der Raumsonde Chang’e ist die chinesische Göttin des Mondes. Im Unterschied zu Mondgottheiten anderer Kulturen personifiziert sie den Mond nicht, sondern lebt mit dem Jadehasen, auch als Jadekaninchen bekannt, in einem Palast namens „Guanghan Gong“ (Palast der Weiten und Kälte) auf ihm. In ihrer heutigen Form taucht Chang’e erstmals in dem Gedicht „Weberin und Kuhhirte“ von Yan Yanzhi auf. In der daoistische Mythologie wird Chang’e auch als Taiyinxingjun, wörtlich „Herrin des Mondes“, bezeichnet. Die Ursprünge der Mondgöttin Chang’e wurden in den Werken „Huainanzi“ und „Taiping Yulan“ festgehalten und beschrieben. Daneben war sie beispielsweise auch Gegenstand in den Werken von Li Shangyin (ca. 813–858) und Bi Yuan (1730–1797).

In der chinesischen Kultur ist der Vollmond ein Symbol des Friedens und des Wohlstands für die ganze Familie. Seine Rundung symbolisiert Ganzheit und Zusammengehörigkeit. In der Mitte des achten Monats des chinesischen Kalenders ist der Mond voll, und acht ist auch eine beliebte Zahl in der chinesischen Kultur und symbolisiert Reichtum und Wohlstand.

So ist das Mondfest in China einer der wichtigsten Feiertage, an dem Mondkuchen geschenkt werden. Diese gibt es in unzähligen Variationen mit vielen verschiedenen Füllungen, z. B. süße, salzige, mit Fleisch oder mit vegetarischer Füllung. Die vollmondförmigen, handtellergroßen Mondkuchen, die ursprünglich Opfergabe waren, werden nie für den Eigenbedarf gekauft, sondern am Mondfest an Verwandte, Freunde, Nachbarn oder Angestellte verschenkt.

Von süßen Mandeln, über salziges Ei bis hin zu herzhafter Fleisch- oder Bohnenpastete kann der Kern des Mondkuchens fast alles enthalten. Jede Region in China, jede Bäckerei jede Familie hat ein eigenes Rezept,
das Süßes und Salziges nach dem Prinzip von Yin und Yang in einem Kuchen vereint. Oft enthält das Innere des Kuchens auch gesalzene Eidotter als Symbol für den Vollmond. Für europäische Geschmäcker mag diese Kreation im ersten Moment nicht so verlockend wirken, aber Probieren lohnt sich auf jeden Fall!

Noch ist es wegen der Coronapandemie kaum möglich, dies in China zu probieren und größere Feste zu feiern. Wir hoffen und wünschen, daß sich dies bald ändert. Aber Corona gab auch Zeit zur Besinnung, und so bleibt vielleicht die Muße zum Selbstbacken. Dafür verraten wir zum Mondfest eines unserer Lieblingsrezepte:

Mondkuchen mit Lotusfüllung

Rezept – Chinesischer Mondkuchen mit traditioneller Ei-Füllung:

Zutaten für 12 Stück:

90 g Öl
180 g Zuckersirup
270 g Mehl
4,5 TL Lauge
Eine Handvoll Melonenkerne
12 gesalzene Eier
40-50 g Lotuspaste

Zubereitung

Das Mehl mit Öl, Zuckersirup und Lauge vermischen, dann den Teig ca. 30 Minuten ruhen lassen.
Die gesalzenen Eier kochen und das feste Eigelb herauslösen.
Die Lotuspaste mit den Melonenkernen vermengen, in 12 Portionen teilen und jede Portion ausrollen. Das Eigelb auf die rauflegen und dann die Lotuspaste wieder um das Eigelb herumwickeln und zu einer Kugel formen.
Teig in 12 Portionen teilen und ausrollen.
Die Kugel aus Lotuspaste in die Mitte des Teigs legen und den Teig vorsichtig um die Füllung wickeln.
Den Teigklops (bei Bedarf) zur Verzierung in eine spezielle Mondkuchenform drücken, wieder herauslösen und auf einem Backblech in den vorgeheizten Backofen legen.
Den Mondkuchen 10 Minuten bei 200°C backen, dann mit Eigelb bestreichen und weitere 10 Minuten bei 175°C backen.
Am besten wird chinesischer Mondkuchen nach dem Backen noch 2-3 Tage abgedeckt gelagert, bevor er gegessen wird. So entfaltet sich erst der aromatische Geschmack.

Guten Appetit, Glückseligkeit und ein baldiges Ende der Pandemie wünscht Ihnen

Liu Gousheng, Vorsitzender der GDCV
„Wir sehen alle denselben Mond, der die Liebe, die gegenseitige Fürsorge und Menschlichkeit aller Bewohner der Erde bekommt, reflektiert und wieder zu uns ausstrahlt“

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